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Versiegelung jetzt stoppen

Auf eine Anfrage hin hat Achim Wixforth, Fachbereisleiter Umwelt- und Stadtplanung der Stadt Herne, im Juni öffentlich zur Kenntnis gegeben, dass in Herne weitere 17 Hektar Fläche für Gewerbe- und Bauvorhaben versiegelt werden sollen.
Dabei ist Herne die Stadt mit dem höchsten Anteil an Bodenversigelung in Deutschland. Für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist das eine fatale Entwicklung. Starkregen kann nicht versickern, die Kanalisation wird in einem solchen Fall schneller überlastet und Häuser laufen trotz Rückschlagventilen voll. In den Wärmeperioden des Sommers staut sich die Hitze, nachts kühlt die Stadt nicht ab.

Wir arbeiten an einem Entwurf, der das Zubetonieren von Herne stoppt, Herne grüner und lebenswert macht und die Voraussetzung für Klimaneutralität in Herne ist.

Treibhausgase effektiv reduzieren

Seit 2013 hat die Stadt Herne ein so genanntes „Integriertes Klimaschutzkonzept“. Dort sind viele Sektoren genannt, die ursächlich für den Ausstoß von Treibhausgasen (THG) sind. Passiert ist bisher effektiv nichts, obwohl Herne symbolisch den Klimanotstand ausgerufen hat.
Wir wollen zügige, konkrete Einsparungen von THG, im Verkehrssektor, in der Industrie und bei der Stadtplanung erreichen. Ein ausgebautes Radwegenetz soll endlich echte Alternativen zur Kfz-Nutzung bieten.

Natur und Artenvielfalt

Die Vielfalt der Arten ist durch Zersiedelung, Umweltgifte und die Klimakrise stark rückläufig. Nach Schätzungen des Weltartenschutzrates, der 2019 in Paris einen entsprechenden, vorläufigen Bericht vorgelegt hat, sind eine Million Tier- und Pflanzenarten in den nächsten Jahrzehnten vom Aussterben bedroht.. Zusammenhängende Naturschutzgebiete, die Entsiegelung von Flächen und die Förderung von Hausbegrünung geben vielen bedrohten Arten Raum und den Herner Bürgerinnen und Bürgern Luft zum Atmen.

Gesundheitsschutz

Die Klimaerwärmung führt zu gesundheitlichen Problemen, die zuerst zu Allergien und später zu chronischen Krankheiten führen. In den Hitzeperioden sterben schon jetzt Menschen an Herz- Kreislaufproblemen und der Ausstoß von Schadstoffen und Feinstäuben führt zu Atemwegserkrankungen, Demenzen und Krebserkrankungen. Feinste Russpartikel gelangen atmosphärisch in die Polarregionen, lagern sich dort ab und beschleunigen die Eis-Schmelze.
Automobile mit Verbrennungsmotor und Feuerungsanlagen für Festbrennstoffe sorgen für Unmengen an Feinstaub – in der Krebsrate von Herne, die eine der höchsten bundesweit ist, schlägt sich das deutlich nieder.

Auf lokaler Ebene kann eine kommunale Feuerungsverordnung den Dreckschleudern der Industrie und bei der privaten Komfort-Heizung den Betrieb entziehen und Verkehrs-Zonen, die für E-Antriebe vorbehalten bleiben, können für bessere Luft sorgen.